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Walter Buder | dich
Leise Gedichte, bibliophile Ausgabe

Walter Buders Lyrikband „dich“
Eine Kooperation zwischen Autor, Hecht Verlag, Saegenvier und Druckwerk Lustenau
 

Am 30. März wurde im Druckwerk Lustenau ein beachtenswertes Buchprojekt präsentiert. Es war nicht des Autors erste Lesung aus dem neuen Band mit Ge“dich“ten, doch es war eine ganz besondere, brachte sie doch alle Akteure und Akteurinnen an einen Tisch in der Hofsteigstraße 21, wo Druckwerk Obmann Pirmin Hagen und Chistine Katscher, die Werkstattleiterin, Mitte März bei der Generalversammlung des Vereins über das erste erfolgreiche Geschäftsjahr des Druckwerks berichteten.


(...)

Die in „dich“ versammelte Lyrik ist nicht während eines kurzen Zeitraums entstanden; vielmehr über mehrere Jahre hinweg ist die Reduktion in diesen Texten, in durchgehender Kleinschreibung mit sehr sparsam verwendeter Interpunktion, als ein durchgängiges Prinzip gewachsen. Der erste Text auf Seite 7 „der anfang ist immer / ein wort nur eines“ beginnt mit einer Standortbestimmung des Autors und gleichzeitig Anspielung auf Johannes. Das Johannesevangelium beginnt nicht mit der Geburt und Kindheit oder Taufe Jesu, sondern als strophisches Lied (1,1-18 EU) mit einem PrologIm Anfang (ἀρχή) war das Wort (λόγος). Der Prolog weist einen starken sprachlichen Rhythmus auf, die Begriffe und die Form beziehen sich auf den ersten Schöpfungsbericht der Tora. Das sprachlich feinfühlige Lektorat von Klaus Gasperi hat den reflektierten Sprachgestus Walter Buders noch zusätzlich von Wortballast befreit und den Texten jene Leichtigkeit eingeschrieben, wie wir sie von jener ausdauernd krautigen mit fleischiger Zahnwurzel ausgestatteten Blume kennen, die in diesen Tagen die Wiesen zum Inbegriff des Frühlings machen. Gasperis Lektorieren unterstützt den Autorentext hin zu Reife und Leichtigkeit, schwebend wie die haarigen Flugschirme. Die Texte an sich sind in einer offenen Form, reimlos, mehr erzählend reflexiv denn lyrisch, gehalten: „… und schleife wörter über / weißes papier und / feile wortspäne tageslastig schwer gebrannte / lettern schatten // zeichen: die schreibtischlampe nicht für das licht / der welt zu halten und entdecken: die krone // der schöpfung ist immer / noch aus lehm: gebrannt / und brüchig“.

.... nach- und weiterlesen in der KULTUR. Peter Niedermair berichtet!

erschienen bei
Hecht Verlag

dich vorgestellt von
saegenvier
 
KULTUR Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft

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